Euphorie pur – der Traum vom eigenen Business
Weisst du noch, wie sich das am Anfang angefühlt hat? Diese Mischung aus Aufregung, Stolz und ganz viel Koffein, als du dein eigenes Business gestartet hast? Endlich frei. Endlich selbstbestimmt. Kein Chef, keine starren Regeln, kein „Morgenmeeting um 9 Uhr“.
Nur du, dein Laptop – und das Gefühl, dass jetzt alles möglich ist.
Du launchst deine Website, feilst noch bis spät am Farbton deines Logos, postest stolz dein erstes „Ich bin jetzt selbständig!“-Bild auf Instagram und bekommst die ersten Glückwünsche.
Vielleicht sogar deine erste Anfrage. Und plötzlich ist sie da – diese Euphorie, die sich anfühlt, als würdest du auf einer Welle reiten. Jedes Kennenlerngespräch ist spannend, jeder Auftrag ein kleiner Erfolg, jedes Projekt ein weiterer Schritt in Richtung „Ich mach das wirklich!“.
Du jonglierst Mails, Deadlines und Canva-Designs, trinkst Kaffee Nummer drei und denkst: „Ich hab das voll im Griff.“ Und ja – am Anfang läuft es tatsächlich oft rund.
Du kennst jedes Detail, weisst, was wann zu tun ist, und dein Kopf ist dein Projektplan. Bis du eines Morgens aufwachst und dich fragst: „Moment mal… hatte ich die Rechnung schon verschickt? Und wo war nochmal dieser Zoom-Link?“
Das typische Anfangschaos – wenn Begeisterung auf Realität trifft
Und genau da fängt es an: das leise, unscheinbare Chaos, das sich langsam in deinen Business-Alltag schleicht. Nicht laut, nicht sofort sichtbar – eher wie ein kleines Hintergrundrauschen, das du anfangs einfach ignorierst.
Erst ist es nur eine vergessene E-Mail, ein falsch benannter Ordner oder ein Termin, der irgendwie doppelt im Kalender steht.
Dann kommen Kleinigkeiten dazu: Du öffnest 20 Tabs, um schnell etwas nachzuschauen – und verlierst dich in der Mitte irgendwo zwischen Pinterest, Buchhaltung und Canva-Vorlagen. Du wolltest eigentlich „nur kurz“ eine Kundin anschreiben, aber vorher musst du noch die letzte Rechnung finden, die… na ja, irgendwo in deinen Downloads liegt.
Am Anfang nimmst du das mit Humor. „Ist halt am Anfang so“, denkst du. „Das pendelt sich schon ein.“ Und während du das sagst, öffnest du die nächste To-do-App, weil du denkst, dieses Mal bleibst du organisiert. (Spoiler: Bleibst du nicht. Noch nicht.) Langsam wird’s anstrengender. Du arbeitest länger, aber gefühlt weniger produktiv.
Dein Kopf ist voll, du hast ständig das Gefühl, etwas vergessen zu haben – und obwohl du technisch gesehen alles im Griff hast, fühlst du dich nicht mehr so frei wie am Anfang. Die Begeisterung ist noch da, klar. Aber sie wird überlagert von Hektik, kleinen Pannen und dem Dauergefühl, hinterherzulaufen.
Und irgendwann fragst du dich: „Ist das normal – oder bin ich einfach schlecht organisiert?“
Spoiler Nummer zwei: Ja, es ist normal. Und nein, du bist nicht schlecht organisiert – du hast einfach (noch) kein System, das dich trägt, wenn’s ernst wird.
Drei typische Stolperfallen am Anfang
Wenn du dich in diesem anfänglichen Mini-Chaos wiedererkennst – willkommen im Club. Fast jede*r Selbständige landet in dieser Phase, und ehrlich gesagt: sie gehört dazu. Aber es gibt ein paar Klassiker, über die fast alle stolpern, bevor sie merken, dass Struktur kein Luxus ist, sondern Rettung.
1. Alles selbst machen wollen
„Das geht schneller, wenn ich’s eben selbst mache.“ Klingt vernünftig. Ist es am Anfang vielleicht sogar. Aber irgendwann wächst dein Business – und mit ihm die Aufgaben. Du kümmerst dich um Mails, Buchhaltung, Kundentermine, Content, Angebote, Tools, Technik, Social Media… und zwischendurch sollst du ja auch noch arbeiten.
Das Problem: Du bleibst in der operativen Tretmühle hängen. Du bist gleichzeitig CEO, Marketingabteilung, Buchhaltung und Kundenservice. Und je mehr du alles selbst machst, desto schwerer wird es, abzugeben. Denn du denkst, „niemand macht das so, wie ich es will“.
2. Kein System für wiederkehrende Aufgaben
KundInnen-Onboarding, Rechnungen, Social Media, Newsletter – viele dieser Aufgaben wiederholen sich ständig. Und trotzdem machst du sie jedes Mal von Null. Neue Vorlage erstellen, E-Mail-Text neu schreiben, Ordner suchen… jedes Mal wieder.
Das fühlt sich anfangs noch okay an, aber mit jeder weiteren Kundin steigt der Aufwand exponentiell. Was fehlt, ist ein System: ein klarer Ablauf, eine Vorlage, ein Tool, das dich unterstützt. Ohne das wird jede Routine zur Zeitfresser-Schleife. Stell dir vor, du würdest jeden Tag neu lernen, wie man Fahrrad fährt – statt einfach aufzusteigen und loszufahren. Genau so fühlt es sich an, wenn du keine Prozesse hast.
3. To-dos nur im Kopf – das beste Chaos-Rezept
„Ich hab alles im Kopf.“ Klar. Nur blöd, wenn dein Kopf auch noch Deadlines, Kundennamen und Einkaufsliste speichern muss. Früher oder später brennt die Sicherung durch. Du wachst nachts auf, weil dir einfällt, dass du jemanden zurückrufen wolltest. Oder du sitzt im Call und denkst plötzlich: „Oh nein, die Aufgabe hab ich vergessen!“
To-dos gehören raus aus dem Kopf – in ein System, das dich entlastet. Egal ob Notion, Trello, Asana oder dein Lieblings-Notizbuch: Hauptsache, du musst dich nicht mehr auf dein Gedächtnis verlassen. Denn dein Kopf ist kreativ – aber kein Projektmanagement-Tool.
Mini-Hacks – Erste kleine Schritte Richtung Struktur
Bevor du jetzt denkst: „Oh nein, ich muss mein komplettes Business umkrempeln!“ – entspann dich. Struktur bedeutet nicht, dass du von heute auf morgen alles perfekt organisieren musst. Im Gegenteil: Es sind oft die kleinen Routinen, die den grössten Unterschied machen. Hier sind ein paar einfache, aber unglaublich wirkungsvolle Hacks, um wieder etwas Klarheit in dein Business zu bringen:
♠ 5-Minuten-Abschlussritual
Bevor du den Laptop zuklappst: Nimm dir fünf Minuten und schreib drei Dinge auf: √ Was du heute geschafft hast. √ Was offen bleibt. √ Was du morgen angehst. So banal das klingt – dieser kleine Moment spart dir am nächsten Tag 30 Minuten Planlosigkeit und das Gefühl, schon morgens hinterherzuhinken.
♠ Eine zentrale To-do-Liste (statt fünf)
Egal ob Notion, Trello, ClickUp oder dein Lieblings-Notizbuch – such dir ein System, das du wirklich nutzt. Kein Mix aus Post-its, Mails, Screenshots und Handy-Notizen. Ein Ort. Eine Übersicht. Punkt. Tipp: Starte simpel. Erstelle drei Spalten: To-do, In Arbeit, Erledigt. Das ist Kanban in der einfachsten Form – und du wirst staunen, wie befreiend es ist, Aufgaben sichtbar zu verschieben.
♠ Wiederkehrendes automatisieren
Alles, was du öfter als zweimal machst, verdient eine Vorlage. E-Mails, Rechnungen, Social-Media-Posts, KundInnen-Onboarding – du musst das Rad nicht jedes Mal neu erfinden. Einfaches Beispiel: Erstelle dir Textbausteine oder Copy-Vorlagen, die du immer wieder verwenden kannst. Deine Zukunftsversion wird dir danken – und du wirst dich fragen, warum du das nicht schon früher gemacht hast.
Diese kleinen Schritte schaffen keine Perfektion – aber sie schaffen Raum.
Raum zum Atmen, Nachdenken und Planen. Und genau dieser Raum ist der Anfang von echter Struktur.
Vom Chaos zur Klarheit – warum Struktur schon jetzt wichtig ist
Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, hast du wahrscheinlich schon gemerkt: Das Problem ist nicht, dass du zu wenig arbeitest. Sondern dass du zu viel gleichzeitig jonglierst.
Und genau hier kommt Struktur ins Spiel – nicht als Spaßbremse, sondern als Befreiung. Denn Struktur bedeutet nicht, dass du dich in Regeln und Plänen verlierst. Es bedeutet, dass du ein stabiles Fundament hast, auf dem du wachsen kannst. Dass du deine Energie nicht ständig in Wiederholungen, Suchen oder Improvisieren steckst – sondern in die Dinge, die dein Business wirklich voranbringen.
Viele Selbständige unterschätzen, wie früh es sich lohnt, Ordnung in die Abläufe zu bringen. „Ich bin ja noch klein, das lohnt sich erst später“, höre ich oft.
Aber ehrlich? Gerade weil du noch klein bist, ist das dein größter Vorteil.
Du kannst Strukturen aufbauen, die mit dir wachsen. statt irgendwann alles mühsam nachzuholen. Und wenn du an dem Punkt bist, an dem du spürst: „Ich will das nicht mehr alles alleine stemmen“ dann ist das kein Zeichen von Schwäche.
Es ist ein Zeichen von unternehmerischem Denken. Denn wer loslässt, schafft Raum. Raum für neue Ideen, mehr Fokus – und endlich wieder dieses Gefühl, das du am Anfang hattest: Leichtigkeit.
Bereit für den nächsten Schritt?
Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, bist du nicht allein. Fast jede*r startet voller Euphorie – und landet irgendwann im Chaos zwischen Freiheit und Überforderung. Aber das Schöne ist: Du kannst jederzeit die Richtung ändern.
Mit ein bisschen Struktur, den richtigen Tools und (wenn du magst) der passenden Unterstützung an deiner Seite wird’s nicht nur leichter – sondern auch professioneller. Denn dein Business darf wachsen, ohne dass du dich dabei verlierst. Genau dabei unterstütze ich dich als virtuelle Assistentin:
Ich helfe dir, Ordnung in dein Backoffice, Struktur in deine Abläufe und Klarheit in deinen Kopf zu bringen – damit du dich wieder auf das konzentrieren kannst, was du wirklich liebst: dein Business wachsen zu lassen.
Hol dir meine kostenlose Schritt-für-Schritt-Anleitung „Ready to Delegate – Dein Starter-Kit für die Zusammenarbeit mit einer VA“. Darin findest du praktische Fragen und kleine Übungen, die dir zeigen, wo du gerade stehst – und welche Aufgaben du am besten zuerst auslagerst.
Hier geht es zum kostenlosen Starter-Kit „Ready to delegate?“ – ideal, wenn dir die To-Dos über den Kopf wachsen und du nicht weisst, wo du mit einer VA anfangen sollst.
⇒ Darin erfährst du:
welche Aufgaben du abgeben kannst,
was eine gute VA mitbringt
und wie du Schritt für Schritt echte Entlastung schaffst.
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Ich bin Jacqueline, virtuelle Assistentin auf selbständiger Basis, Familienmanagerin und bis vor kurzem Studentin für einen Bachelor of international Management im Fernstudium.
Während meiner Zeit als Geschäftsleitungsassistentin habe ich gemerkt, dass ich gerne plane, organisiere und strukturiere und das Talent habe, anderen Menschen das Leben “administrativ” zu erleichtern. Meine Mission als VA ist es, meinen Kundinnen durch meine Unterstützung mehr Freiheit, Leichtigkeit und Zeit zu schenken – für eine bessere Work-Life-Balance! Ich bin strukturiert und organisiert und habe immer ein Lächeln im Gesicht. In neue Software und Systeme kann ich mich sehr schnell einarbeiten und denke nicht nur über Prozesse nach, sondern entwickle sie auch gerne (mit dir) weiter. Wenn du mehr über meinen Background sowie meine WORK – LIFE – BALANCE wissen möchtest, schau doch gern mal auf der Seite Das bin ich!vorbei




