Wenn aus „Es läuft!“ plötzlich „Uff… es läuft ZU gut“ wird

Kennst du das Gefühl, wenn du nach der Anfangseuphorie (Teil 1 lässt grüssen) plötzlich in dieser völlig neuen Business-Realität landest?

Alles, was du dir gewünscht hast, passiert jetzt – mehr KundInnen, mehr Anfragen, mehr Projekte, mehr Geld. Mehr KundInnen, mehr Anfragen, mehr Projekte – und irgendwie auch mehr Stress in der Selbstständigkeit, als du dir je vorgestellt hast. Ein bisschen fühlt es sich an wie die erste Achterbahnfahrt: aufregend, schnell, überwältigend … und du merkst, dass du dich gar nicht richtig festgehalten hast. Du startest morgens motiviert in den Tag – und ehe du dich versiehst, ist es 16 Uhr, dein Kaffee kalt und dein Posteingang sieht aus wie ein überfüllter Adventskalender: jeder Klick eine neue „Überraschung!“.

Und während du zwischen Calls, Angeboten und Feedbackrunden hin- und herspringst, denkst du plötzlich: „Oh wow… es läuft. Vielleicht sogar ein bisschen ZU gut.“ Und hier laufen auch echte Zeitfresser, die du vielleicht noch gar nicht bewusst erkannt hast.

Genau hier beginnt Phase 2 deiner Businessreise: Der Moment, in dem Erfolg nicht nur gut tut, sondern auch ein bisschen drückt.

Mehr KundInnen, mehr Projekte – und plötzlich mehr Verantwortung

Der Übergang passiert oft schleichend. Am Anfang freust du dich über jede neue Anfrage, weil sie dein Business bestätigt. Doch irgendwann merkst du: Es kommt nicht nur MEHR rein – es hängt auch MEHR dran. Plötzlich bedeutet ein neuer Auftrag nicht nur „Yeah, Umsatz!“, sondern auch:

    • zusätzliche Kommunikation
    • mehr Abstimmung
    • mehr Dateien, Versionen, Revisionen
    • mehr Deadlines
    • mehr Erwartungen

Kurz: Deine Verantwortung wächst mit. Dein Kalender füllt sich schneller, als du „Pause“ sagen kannst. Aus einzelnen Projekten werden Parallel-Projekte. Aus spontanen Kennenlerngesprächen werden volle Wochen.

Und aus deinem gemütlichen Workflow wird auf einmal ein ziemlich straffer Spagat zwischen Kundenarbeit, Backoffice, Social Media und dem Versuch, irgendwie noch Mittag zu essen. Das ist der Moment, in dem dir klar wird: Erfolg fühlt sich zwar gut an – aber er ist nicht automatisch leicht.

Gefühle zwischen Stolz und wachsender Überforderung

Erfolg fühlt sich grossartig an. Und gleichzeitig… ein bisschen, als würdest du versuchen, ein voll beladenes Tablett zu balancieren, während jemand ständig neue Gläser draufstellt.

Auf der einen Seite ist da dieser riesige Stolz: Du hast KundInnen gewonnen, die dir vertrauen. Du bekommst positives Feedback, deine Arbeit wirkt – du wirkst. Es läuft. Es läuft wirklich. Aber parallel dazu wächst dieses leise Gefühl von:

„Hoffentlich schaffe ich das alles…“

„Was, wenn ich jemanden enttäusche?“

„Was, wenn ich etwas übersehe?“

Du willst für jede Kundin 110 % geben. Aber langsam merkst du, dass du dich dafür selbst immer weiter strecken musst. Und während dein Business grösser wird, wird dein innerer Druck oft gleich mit grösser.

Das ist dieser merkwürdige Punkt, an dem du realisierst:

Du bist erfolgreich – und trotzdem erschöpfter als je zuvor.

⇒ Du bist dankbar – aber gleichzeitig permanent angespannt.

⇒ Du wolltest Freiheit – und fühlst dich plötzlich eingeengt.

Willkommen in dieser Zwischenphase, in der dein Wachstum nicht mehr nur Jubel, sondern auch Verantwortung bedeutet. Und keine Sorge: Das ist nicht das Ende – es ist der Übergang. Es ist die Schwelle, an der du merkst: Etwas muss sich ändern.

Die ersten Warnsignale, dass es zu viel wird

Es beginnt selten mit einem großen Knall. Kein „Ich breche jetzt zusammen“-Moment, kein dramatischer Burnout-Monolog. Es sind die kleinen Dinge. Die Alltagsmomente, die du zuerst wegwischst – und die später ziemlich laut werden. Hier ein paar der typischsten Frühwarnzeichen, dass dein Business gerade schneller wächst, als deine Struktur mithalten kann:

1. Dein E-Mail-Postfach lebt ein Eigenleben

Du öffnest es morgens… und fühlst dich wie in einem Escape Room: „Welche E-Mail muss ich zuerst entschärfen?“ Du markierst Dinge „ungelesen“, um sie nicht zu vergessen. Und vergisst sie trotzdem. (Keine Sorge, das passiert den Besten.)

2. Deadlines fühlen sich plötzlich wie Sprintstrecken an

Früher hattest du für jedes Projekt genug Raum. Jetzt jagt eine Deadline die nächste. Und du arbeitest schneller – nicht unbedingt besser –, weil du ständig das Gefühl hast, hinterherzuhinken.

3. Freizeit? Welche Freizeit?

Der Nachmittag, den du eigentlich frei haben wolltest? Gestrichen. Die Yoga-Stunde? Auch gestrichen. Das Wochenende? Ha. Lustig. Du schiebst Pausen und Privates vor dir her, weil „nur noch kurz was fertig werden muss“.

4. Kontextwechsel machen dich wahnsinnig

E-Mail beantworten → Datei suchen → Voice Message hören → Rechnung schreiben → zurück zum Projekt → am besten gleichzeitig.

Das fühlt sich an, als würdest du gedanklich ständig über eine Slackline balancieren.

5. Kleine Fehler passieren, die sonst nie passieren würden

Einen Termin vertauscht. Eine Datei falsch abgespeichert. Eine Nachricht vergessen. Kleinigkeiten – ja. Aber auch wichtige Signale, dass dein Gehirn gerade im Hochleistungsmodus läuft und langsam überhitzt.

Diese Warnsignale sagen dir nicht: „Hör auf.“ Sondern ganz freundlich und leise: „Du brauchst Hilfe. Struktur. Entlastung.“ Der Punkt, an dem du merkst, dass es zu viel wird, ist nicht das Problem. Das Ignorieren ist es.

Mini-Tipp: Zeitfresser erkennen und sichtbar machen

Bevor du jetzt alles komplett neu organisierst (oder kurz davor bist, auszuwandern), fang klein an. Der einfachste Hebel, um sofort wieder ein Gefühl von Kontrolle zu bekommen, ist:

⇒ Mach sichtbar, wohin deine Zeit wirklich geht.

Klingt unspektakulär? Ist aber ein echter Gamechanger. Denn viele Selbständige glauben, sie wissen, wo ihre Zeit bleibt – bis sie es einmal wirklich tracken.

So geht’s: 3 Tage Mini-Zeittracking

Mach’s dir nicht kompliziert. Du brauchst kein fancy Tool, keine App, kein Notion-Template.

Einfach:

    • eine Liste
    • drei Farben
    • drei Tage Aufmerksamkeit

Markiere jede Tätigkeit in einer der drei Kategorien:

♣ Kundenarbeit

♣ Backoffice & Kleinkram

♣ Kommunikation & Abstimmung

Und du wirst staunen – wirklich staunen – wie viel Zeit in den gelben und blauen Bereichen landet.

Warum das so hilfreich ist

    • Du erkennst sofort, wo du dich verzettelst.
    • Du siehst, welche Aufgaben regelmässig wiederkehren.
    • Du merkst, welche Dinge dich viel mehr Energie kosten als gedacht.
    • Und du findest heraus, wo du entlasten oder automatisieren könntest.

Das Ganze dauert 5 Minuten am Abend – und gibt dir Klarheit, die du schon seit Wochen brauchst.

Du musst da nicht alleine durch

Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, zeigt das eine Sache ganz deutlich: Dein Business wächst. Und mit Wachstum kommt nicht nur mehr Arbeit, sondern auch mehr Verantwortung, mehr Absprachen und mehr mentale Last.

Niemand bringt dir bei, wie du mit diesem „Zuviel von allem“ umgehen sollst. Es gibt keinen Kurs, der dich darauf vorbereitet, was passiert, wenn’s plötzlich richtig läuft.

Aber hier kommt das Entscheidende:

♦ Du musst diese Phase nicht allein stemmen.

♦ Und du musst auch nicht warten, bis es „nicht mehr geht“.

Manchmal reicht ein Gespräch, um Klarheit zu bekommen:

    • Wo stehst du gerade wirklich?
    • Welche Aufgaben blockieren dich am meisten?
    • Was könntest du abgeben – und wie würde sich das anfühlen?
    • Wie könntest du sofort mehr Leichtigkeit in deinen Alltag holen?

Wenn du das Gefühl hast, dein Business wird gerade größer und schneller, als es sich gut anfühlt, dann lass uns reden. Unverbindlich, entspannt und ganz ohne Verpflichtung.

cool Hier geht es zum kostenlosen Starter-Kit „Ready to delegate?“ – ideal, wenn dir die To-Dos über den Kopf wachsen und du nicht weisst, wo du mit einer VA anfangen sollst.

⇒ Darin erfährst du:

  • welche Aufgaben du abgeben kannst,

  • was eine gute VA mitbringt

  • und wie du Schritt für Schritt echte Entlastung schaffst.

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Virtuelle Assistentin Schweiz
Über die Autorin

Ich bin Jacqueline, virtuelle Assistentin auf selbständiger Basis, Familienmanagerin und bis vor kurzem Studentin für einen Bachelor of international Management im Fernstudium.

Während meiner Zeit als Geschäftsleitungsassistentin habe ich gemerkt, dass ich gerne plane, organisiere und strukturiere und das Talent habe, anderen Menschen das Leben “administrativ” zu erleichtern. Meine Mission als VA ist es, meinen Kundinnen durch meine Unterstützung mehr Freiheit, Leichtigkeit und Zeit zu schenken – für eine bessere Work-Life-Balance! Ich bin strukturiert und organisiert und habe immer ein Lächeln im Gesicht. In neue Software und Systeme kann ich mich sehr schnell einarbeiten und denke nicht nur über Prozesse nach, sondern entwickle sie auch gerne (mit dir) weiter. Wenn du mehr über meinen Background sowie meine WORK – LIFE – BALANCE wissen möchtest, schau doch gern mal auf der Seite Das bin ich!vorbei