Als ich mich 2021 selbständig gemacht habe, war Virtuelle Assistenz in der Schweiz alles andere als eine „normale“ Selbständigkeit zumindest fühlte es sich so an. Ich gründete eine Selbständigkeit aus dem Homeoffice, die ich ständig erklären musste. Was ich genau mache. Für wen. Und warum das überhaupt ein „richtige“ Selbständigkeit ist. Austausch gab es kaum. Erfahrungswerte musste ich mir selbst zusammensuchen. Netzwerke, Anlaufstellen oder klare Informationen Fehlanzeige. Virtuelle Assistenz war für mich damals vor allem eines ein Einzelbusiness. Viel Verantwortung, viel Lernen und vieles davon allein.
Heute ist das anders. Heute weiss fast jede:r, was eine VA ist. Virtuelle Assistenz ist mehrheitlich angekommen. Sie ist kein erklärungsbedürftiges Nischenmodell mehr, sondern für viele Selbständige, Unternehmer:innen und Führungskräfte eine Selbstverständlichkeit. Und trotzdem hält sich ein Bild hartnäckig die virtuelle Assistentin als Einzelkämpferin im Homeoffice, zuständig für alles, jederzeit verfügbar. Dieses Bild war vielleicht am Anfang notwendig. Heute wird es der Realität nicht mehr gerecht.
Denn Virtuelle Assistenz ist längst kein Notnagel mehr, sondern ein fester Bestandteil moderner Zusammenarbeit. Sie ist mitgewachsen. Mit den Anforderungen der Auftraggeber:innen, mit der Komplexität von Businesses und mit dem Bedürfnis nach Spezialisierung statt „alles ein bisschen“.
Ein Blick über den Tellerrand warum das im englischsprachigen Raum längst normal ist
Virtuelle Assistenz ist kein neues Konzept. Im englischsprachigen Raum, insbesondere in den USA, in Grossbritannien, sowie in Australien und Neuseeland, gibt es dieses Berufsbild schon deutlich länger. Entsprechend konnten sich dort früher Strukturen entwickeln, projektbasiertes Arbeiten, klare Rollen Weiterempfehlungen und Teams aus mehreren VAs, die je nach Bedarf zusammenspielen. Nicht weil man dort anders arbeitet, soondern weil man früher damit begonnen hat.
Mit der Zeit sind daraus Netzwerke entstanden. Plattformen, VA Börsen, Communities, Räume für Austausch – fachlich wie unternehmerisch. Orte, an denen Erfahrungen geteilt und Aufträge weitergegeben werden und niemand muss alles können. Und niemand muss alles alleine machen. In Deutschland ist dieser Schritt bereits sehr sichtbar. Es gibt heute zahlreiche Netzwerke, aktive Communities und Vermittlungsplattformen für virtuelle Assistenz. Austausch gehört dort für viele genauso zum Berufsalltag wie die Arbeit mit Kund:innen selbst.
In der Schweiz kommt diese Entwicklung zeitversetzt an, aber sie kommt. Schritt für Schritt. Leiser vielleicht, weniger laut vermarktet, dafür oft sehr verbindlich. Immer mehr virtuelle Assistent:innen vernetzen sich, tauschen sich aus, empfehlen sich gegenseitig weiter und schaffen damit Strukturen die es zu Beginn noch nicht gab.
Für mich ist das eine logische Entwicklung. Denn je etablierter ein Beruf wird desto, weniger funktioniert er im Alleingang. Und desto wichtiger wird das, was im Hintergrund passiert, Austausch, Vertrauen und Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Was sich verändert hat vom Einzelbusiness zum echten Netzwerk
Was sich in den letzten Jahren am stärksten verändert hat, ist nicht was virtuelle Assistenz ist, sondern wie wir sie leben. Als ich gestartet bin, war Selbständigkeit als VA stark auf Einzelkämpfertum ausgelegt. Jede hatte ihr eigenes Business, ihre Kund:innen, ihre Themen. Austausch fand kaum statt und wenn dann eher vorsichtig. Man wusste wenig voneinander, hatte keine Vergleichswerte und oft das Gefühl alles selbst herausfinden zu müssen. Prozesse Tools Preisgestaltung Grenzen learning by doing meist im Alleingang.
Heute ist genau dieser Alleingang für viele nicht mehr das Ziel. Es gibt Austausch. Und zwar echten. Nicht oberflächliches Welches Tool nutzt du, sondern Gespräche über Arbeitsweisen, Erwartungen von Kund:innen, sinnvolle Prozesse, No Gos und Lessons Learned. Wir teilen Erfahrungswerte, weil wir wissen dass sie uns nicht schwächen, sondern stärker machen. Jede für sich und als Berufsbild insgesamt.
Ein ganz zentraler Punkt dabei ist die Ehrlichkeit über die eigenen Stärken und Grenzen. Nicht jede VA passt zu jedem Auftrag. Nicht jede Aufgabe gehört ins eigene Portfolio. Und genau das offen auszusprechen, ist heute kein Makel mehr, sondern ein Zeichen von Professionalität. „Das passt nicht zu mir aber ich kenne jemanden.“ Dieser Satz steht sinnbildlich für den Wandel.
Aufträge werden nicht mehr aus Angst angenommen etwas zu verpassen, sondern bewusst weitergegeben, wenn Thema, Umfang oder Zeitpunkt nicht passen und Kapazitäten werden fair verteilt. Und genau an dieser Stelle zeigt sich, warum dieser Wandel nicht nur für uns VAs wichtig ist, sondern vor allem für die Menschen die mit uns arbeiten. Für Auftraggeber:innen bedeutet dieses Netzwerkdenken vor allem eines, Sicherheit. Statt von einer einzelnen Person abhängig zu sein, entsteht im Hintergrund ein Gefüge aus Kompetenzen. Fällt jemand aus, wird es kurzfristig enger oder braucht ein Projekt mehr Tiefe, gibt es Optionen. Aufgaben bleiben nicht liegen nur weil alles an einer Person hängt.
Hinzu kommt die Qualität der Empfehlungen. Menschen die sich kennen einschätzen können und sich gegenseitig vertrauen. Die wissen, wer für welches Thema wirklich gut geeignet ist. Und die bereit sind Verantwortung zu teilen, auch innerhalb der eigenen Community. Aus einem Einzelbusiness wird so ein tragfähiges Netzwerk. Eines, das auf Vertrauen basiert, auf Erfahrung und auf der Bereitschaft, Verantwortung abzugeben. Und genau das macht virtuelle Assistenz heute stärker professioneller und nachhaltiger als noch vor ein paar Jahren.
VA Netzwerk in der Schweiz leise gewachsen stark geworden
Auch in der Schweiz ist in den letzten Jahren etwas entstanden, das es zu Beginn meiner Selbständigkeit noch nicht gab, ein Ort für Austausch, Orientierung und Verbindung unter virtuellen Assistent:innen. Kein lautes Konstrukt, kein Marketingvehikel, sondern ein Netzwerk, das aus dem Bedürfnis nach Austausch und gegenseitiger Unterstützung gewachsen ist.
Virtuelle Assistenz Schweiz vereint genau das. Gemeinsam bilden wir das Netzwerk der Virtuellen Assistenz Schweiz mit dem Ziel uns besser zu vernetzen, Informationen zugänglich zu machen und uns gegenseitig zu stärken. Für VAs die ihren Beruf nicht isoliert ausüben wollen und für Auftraggeber:innen, die verstehen möchten, wie Zusammenarbeit mit virtueller Assistenz heute funktioniert.
Was dieses Netzwerk ausmacht ist genau das, was der virtuellen Assistenz in der Schweiz lange gefehlt hat – Orientierung, Austausch und Sichtbarkeit nach innen wie nach aussen. Für VAs die nicht alles alleine herausfinden wollen. Und für Auftraggeber:innen die verstehen möchten, wie moderne Zusammenarbeit mit virtueller Assistenz funktioniert.
Ich erlebe immer wieder, wie wertvoll dieser Austausch ist. Fachlich, weil Erfahrungswerte geteilt werden und nicht jede Frage neu gestellt werden muss. Menschlich, weil man merkt dass man mit Herausforderungen nicht allein ist. Und strategisch, weil genau hier Weiterentwicklung passiert durch unterschiedliche Perspektiven ehrliches Feedback und gegenseitige Unterstützung.
Online verbunden aber Offline unbezahlbar
So sehr virtuelle Assistenz vom digitalen Arbeiten lebt, echte Begegnungen lassen sich nicht komplett ersetzen. Zoom, Slack und Co sind grossartige Werkzeuge. Sie verbinden uns, ermöglichen Zusammenarbeit über Distanzen hinweg und machen vieles überhaupt erst möglich.
Und trotzdem passiert etwas Entscheidendes oft erst offline. Ein gemeinsamer Kaffee, ein Coworking Tag, Gespräche die nicht geplant sind sondern entstehen. Vertrauen, das nicht durch Profile oder Nachrichten wächst, sondern durch echte Begegnung. Beziehungen statt nur Kontakte.
Genau deshalb wollen wir diese Treffen künftig bewusster und regelmässiger gestalten. Nicht als Pflichttermine, sondern als Räume für echten Austausch. Geplant sind vertiefende Workshops, offene Diskussionsrunden und Formate die sich gezielt mit den Themen beschäftigen, die uns als virtuelle Assistent:innen bewegen, insbesondere jene die schon länger selbständig sind und andere Fragen mitbringen als zu Beginn.
Dabei geht es nicht nur um fachlichen Input, sondern um gemeinsames Weiterdenken. Um Erfahrungen, die man nicht googeln kann. Um Strategien die im Alltag tragen. Und um den Mut auch komplexe oder unbequeme Themen offen anzusprechen. Gleichzeitig soll Virtuelle Assistenz Schweiz weiter wachsen, als sichtbarer Sammelpunkt.
Für mich ist genau das die Zukunft dieses Berufs, digital vernetzt, menschlich verbunden und getragen von einem Netzwerk das sich weiterentwickelt statt stehen zu bleiben.
Gemeinsam vernetzt in der Virtuellen Assistenz Schweiz
Du arbeitest als virtuelle Assistenz in der Schweiz und wünschst dir Austausch oder du suchst als Unternehmer:in eine VA, die wirklich zu dir passt?
Dann besuche Virtuelle Assistenz Schweiz und entdecke unser Netzwerk.
Ich bin Jacqueline, virtuelle Assistentin auf selbständiger Basis, Familienmanagerin und bis vor kurzem Studentin für einen Bachelor of international Management im Fernstudium.
Während meiner Zeit als Geschäftsleitungsassistentin habe ich gemerkt, dass ich gerne plane, organisiere und strukturiere und das Talent habe, anderen Menschen das Leben “administrativ” zu erleichtern. Meine Mission als VA ist es, meinen Kundinnen durch meine Unterstützung mehr Freiheit, Leichtigkeit und Zeit zu schenken – für eine bessere Work-Life-Balance! Ich bin strukturiert und organisiert und habe immer ein Lächeln im Gesicht. In neue Software und Systeme kann ich mich sehr schnell einarbeiten und denke nicht nur über Prozesse nach, sondern entwickle sie auch gerne (mit dir) weiter. Wenn du mehr über meinen Background sowie meine WORK – LIFE – BALANCE wissen möchtest, schau doch gern mal auf der Seite Das bin ich!vorbei







